Hafenfest

„Wo essen wir drei heute Abend?“ Diese Frage stellten wir uns jeden Abend auf Rügen.

Am ersten Urlaubstag probierten wir das Restaurant im Viersterne- Hotel. Na, die Sterne hat das Hotel auf jeden Fall für die komfortablen Zimmer und hübschen Außenanlagen erhalten und nicht für die Küche. Die Bedienungen konnten sich nicht merken, wer welches Getränk bestellt hatte und servierten von rechts und links und quer über den Tisch. Und nein, mein siebenjähriger Sohn darf keinen Wodkacocktail trinken und ich das „stille“ Wasser (mit Kohlensäure). Das Gemüse war total verkocht. Das erklärt vermutlich, warum wir eine dreiviertel Stunde warten mussten. Wahrscheinlich die spezifische Garzeit des echt Rüganer Blumenkohls.

Den zweiten Tag probierten wir die hausgemachte Pizza in dem Tortencafe hinter dem Hotel. Frisch zubereitet und echt knusprig. Für meinen Geschmack zu viel Käse und zu wenig Tomatensoße. Gesamturteil: „Gut und günstig“ mit 7 Euro pro Pizza.

Gestern schlug ich vor, die Pizzeria im Nachbarort auszuprobieren. „Lieber Fischbrötchen. Thorger hat sich mit Butterkeksen satt gegessen“, meinte Jens. „Fahren wir nach Wiek. Da gibt es einen Hafen und bestimmt Fischbrötchen.“ , war der Konsens.

Der Hafen Wiek erwies sich in mehrfacher Hinsicht als wahrer Glücksgriff. Erstens fanden wir direkt am Hafen einen freien Parkplatz. Zweitens wurde gerade heute das Hafenfest mit Livemusik veranstaltet und gutgelaunte spanische Rythmen schallten über den Hafen. Drittens schmeckten die Fischburger bei „Flotter Fisch“ ausgezeichnet. Mit lustigen Sprüchen auf den Lippen wurden diese schnell serviert. Wir entschieden uns für „Auf die Hand“.

Umringt von hungrigen Spatzen saßen wir auf der Bank, futterten (die Frikadellen) und fütterten (die Vögel). Dabei konnten wir Schiffe gucken. Thorger hatte es ein Zweimaster aus Holz mit großen Deckshaus angetan. Erinnerte ihn an eine BBC- Doku.

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Hafen Wiek auf Rügen

Der Verdauungsspaziergang führte die kleine Hafenpromenade entlang zielstrebig in einen Nippesladen. Das Schönste für Kinder. Wir nahmen den obligatorischen Kühlschrankmagneten und eine Kleinigkeit für meine Urlaubsvertretung in der Firma mit.

Quer durch die moderne Marina spannt sich eine alte Betonbrücke. Seltsam. Schick gestylt befindet sich das Hafenbüro zwischen zwei Pfeilern. Heute dient die Brücke als Promenade. Ursprünglich wurde über die Brücke die Rohkreide auf Schiffe verladen und von der Insel abtransportiert.

 

Hier kommen wir wieder her, ein gemütlicher Touristenort.

 

 

 

 

 

 

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