Biertörn

Sommer und Sonne! Bier und Bratwürste !

Meine Freundin Steffi samt Familie lud ich zur Feier meines runden Geburtstags auf eine ganz besondere Schifffahrt ein. Total uneigennützig 😉 Mit dem Schiff wollte ich nämlich fahren, seit ich es am Kai in Regensburg entdeckt habe. Ein historisches Holzschiff, namens Siebnerin. Auf der Siebnerin wurde früher Salz transportiert und der Name leitet sich von den sieben Rumpfteilen ab. Es gab auch Achterin, mit acht Hölzern.

Wir zwei Familien trafen uns eine Stunde vor Abfahrt im Eiscafe „Aamu“ nahe der Anlegestelle. Hatte ich für den Fall ausgedacht, dass es in Strömen regnet oder Steffi im Stau steckt. Für die drei Kinder ging der Tag mit Eisessen gut los. Die Eltern fühlten uns nach starken Espresso gleich wach. Mit dem Gebräu könnte man Tote wieder erwecken, findet Jens. Auch hausgemachte Paninis und Croissantfrühstück „Picola“ sehr zu empfehlen.

An der Anlegestelle entstand etwas Chaos, als die MS Kepler im Päckchen an der Siebnerin festmachte. Die Kepler spuckte ihre Fahrgäste aus, dann lud sie die neuen Fahrgäste ein, die über die Siebnerin kletterten. Endlich kamen wir sieben, die passende Teilnehmeranzahl zur Siebnerin,  🙂 an die Reihe. Eine Atmosphäre wie in einem Biergarten empfing uns an Bord. Zwei Tische mit blau-weiß-karierten Decken, Bierkrügen mit Besteck und Brotkörben standen parat. Robin und Joshua durften an der Reling sitzen, Thorger lieber neben Jens, um die Gefahr des von- Bord- Fallen zu minimieren. Los ging die Fahrt unter der Steinernen Brücke durch zum einen Ende der Altstadt.

Freiwillige zum Anstich des Bierfasses wurden gesucht. Nach kurzem Zögern meldete ich mich. Eine dicke Lederschürze als Spritzschutz angezogen. Der Vertreter einer Brauerei zeigt mir, wie man den Zapfhahn fest und korrekt in der linken Hand hält. Gesagt, getan. Mit der rechten Hand schlage ich mit einer Art Holzknüpfel auf das Bierfass ein. Zuerst zu sanft und nichts rührt sich. Dann mit Wucht und eine Bierfontäne duscht die Apotheker- Reisegruppe. Die haben keine Schürzen an. Was für ein Erlebnis zu meinem Geburtstag !

Die bayrischen Musiker sind begeistert und spielen umgehend eine Bierhymne. Hartmut und Hansi verstehen ihr Handwerk und heizen die Stimmung ein. Wenn in der Hymne der Name der Brauerei fällt, müssen alle Gäste als Echo „Unser Bier“ rufen und begeistert eine Arm in die Luft werfen. Die Kinder sind begeistert. „K….Bier“- „Unser Bier“ schallt es alsbald über die Donau. Die Kinder wurden sofort mit Limo versorgt, wir vier Volljährigen bekommen dank meines Einsatzes das erste Fassbier an Bord serviert. GUAT.

Thorger läuft das Wasser im Munde zusammen, denn direkt hinter ihm werden Unmengen von Regensburger Bratwürsten gegrillt. Frisch für alle Gäste an Bord zubereitet. Bald bringt die Kellnerin den Kindern zuerst die Bratwurstteller. Dazu süßen Senf, Sauerkraut und Kümmelkipferl. SAUGUT.

So verfliegt die Zeit und die Kinder wollen sich übertrumpfen, wer zuerst die Walhalla erspäht. Thorger tanzt derweilen in der Bootsmitte bzw. hüpft herum.

An der Walhalla wendet die Siebnerin und diverse Bierhymnenstrophen singend geht es zurück.

Die Kinder toben auf dem neuen Spielplatz am Rennplatz auf der Holzritterburg, bis sie total fix und alle sind.

Ein toller Ausflug, an den ich mich gerne erinnern werde, wenn ich an der Siebnerin morgens vorbei radle.

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