Die Sandtigerhaie vor Fehmarn !

Letzte Woche haben wir einen schönen Ausflug auf die Insel Fehmarn gemacht.

Gleich morgens besuchten wir den Schmetterlingspark in der Ortschaft Burg. Tropische Temperaturen empfangen den Besucher. Die private Anlage ist liebevoll gepflegt. Am Eingang plätschert ein kleiner Wasserfall und Wasserschildkröten und Kois teilen sich einen Teich. Exotische Orchideen sorgen für Farbkleckse. Kleine Wachteln laufen im Unterholz und vernichten das Unkraut.

Die schillernden Bananenfalter flattern munter durch die Halle. Die Innenseite schillert im schönsten blau. Die Falter fressen Melonen, Nektar und Orangen an einer Futterstation. Dort kann man die Tiere aus nächster Nähe bewundern. Die Blätter der Bananenstauden werden von den Raupen stark zerfressen und sehen richtig zerfleddert aus. Thorger hatte Respekt vor diesen großen Schmetterlingen und zuckte vor ihnen zurück, wenn sie vorbei flatterten.

Der Leguan grillte sich erst unter der Wärmelampe. Dann marschierte er über die Holzbrücken und durch das Unterholz durch die Halle. Sehr zur Begeisterung der Besucher.

Im Cafe stärkten wir uns bei einer Tasse Kaffee. Thorger suchte sich im Shop ein kleines Poster mit einem T-Rex- Saurier aus.

Zwei Straßen weiter lag unser nächstes Ziel: Das Meereszentrum Fehmarn. Das ist einen Besuch wert. Die ersten Aquarien sind mit den üblichen Verdächtigen bestückt: Clownfische, Seepferdchen, Muränen, Doktorfische und Falterfische.

Dann kommt das Hai- Light (Wortspiel): Die majestätischen Sandtigerhaie. Über drei Meter sind die faszinierenden Könige der Meere lang. Mit bösartiger Miene ziehen sie scheinbar mühelos ihre Bahnen. Auch Zitronenhaie, die wirklich so heißen, gab es im Becken. Diese lagen jedoch schlafend auf dem Sandboden. Das Schöne ist, dass das Aquarium mir als Laien ausreichend groß vorkommt. Über 500 qm Grundfläche. Am Rand ist ein Segelboot versenkt. „Schiff ‚puttmachen. Bombe.“ Lautet Thorgers fachmännischer Kommentar als er das Loch im Rumpf sieht.

Ein gigantischer Walhai aus Pappmache ist aufgestellt. So einen möchte ich mal in natura sehen. Ob ich jemals auf die Philippinen zum Walhai- Watching kommen werde? In seinem Bauch ist ein Kino untergebracht. Dort schauten wir einen Film über Haie und hörten, dass in den letzten 10 Jahren 75% vom Bestand ausgerottet wurde. Thorger sagte begeistert „Hai“ jedes Mal, wenn einer im Film vorkam. Und das war ziemlich oft.

Nun fuhren wir mit dem Auto eine kuriose Allee zum angeblich malerischen Hafen Orth. Die Bäume sind alle total windschief und wachsen in einem Winkel von vielleicht 60 Grad zur Straße. Man meint, besoffen zu sein.

Im strömenden Regen konnte ich nicht erkennen, was an Orth so malerisch sein soll. Eher hässliche, moderne Backstein- Wohnhäuser verschandeln den Hafen. Wir feierten unseren Hochzeitstag mit einem Essen im Piratennest. Das war überraschend pfiffig- kein Touristennepp. Zu meinem gebeizten Lachs gab es eine hausgemachte Soße aus Meerrettich und Tomate. Und Jens bestellte eine komplette panierte Scholle. Ganz zart. Thorger bekam sein Nudelsoße „Piratenblut“ in einer kleinen Sauciere serviert. Er löffelte sie mit dem Kaffeelöffel aus- so lecker.

Der Spaziergang zum Leuchtturm fiel wegen Regen aus und wir reisten wieder zurück in’s Ferienhaus.

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