Steinhuder Meer

Am großen Bruder des Brombachsees verbrachten wir einen kurzweiligen Familienurlaub: Am Steinhuder Meer.

Nach acht Stunden Autofahrt wegen 16 Baustellen und einer Autobahnvollsperrung erreichten wir den Ort Steinhude. Dort hieß es erst einmal: Parkplatzsuche. Gefühlt halb Hannover bevölkerte Steinhude. Der letzte Tag der Sommerferien in Niedersachsen wurde gefeiert. Die besten Seegrundstücke sind privat und vorerst erhaschten wir durch schicke Yachtclubs und Bootswerften einen Blick auf kleine Streifen Wasserfläche.

Am Hafen war die Seebühne, gesponsort von einem Automobilkonzern, aufgebaut und Livebands spielten. Mitten im Konzert wurde ein Kleinkreuzer hinter der Bühne gekrant. Wir entschieden uns für drei Backfischsemmeln und lernten später beim Ortsrundgang, dass Räucheraal die regionale Spezialität wäre. Die Eisbuden mit Softeis schmeckten nach Norden- in Bayern gibt es Softeis nur beim schwedischen Möbelriesen.

Thorger quengelte, dass er schwimmen möchte. Doch das Ufer am Hafen ist steinig und steil, denn man kann mit einem Boot hier direkt anlegen und der große Yachthafen ist nebenan. Goldige Tretboote in Form des VW Käfer (Auto) ziehen über den See. Und der ganze Horizont ist voller weißer Segel. Das erfreut mein Seglerherz. Unsere Familie schleppte sich zur Badehalbinsel. Auch hier ein Trubel: Ein Turnier Beachvolleyball wurde mit lauten Umpa- Umpa- Hits untermalt. Jens ließ sich unter einen der großen Bäume auf die gepflegte Wiese in den Schatten plumpsen und bewachte unsere Wertsachen. Ich lief mit Thorger zum Ufer. Ein kleiner Teppich aus abgestorbenen Wasserpflanzen verunzierte den Strand. Thorger wollte nicht hinein treten und ich musste ihn in das Wasser tragen. Den Badebereich kann ich für Familien mit Kindern empfehlen. Das Wasser ist großflächig 30- 50 cm flach. Ohne Stress konnte ich den Butzo plantschen, „tauchen“ lassen und ganz ruhig nebenher waten. Mit dem kreischenden Kind stellte ich mich an den Duschen an, die barfußfreundlich auf einer Holzplattform stehen. Zwar funktionierte nur eine von drei, dafür war die Benutzung kostenlos.

Freundlich empfing uns das Parkhotel in Bad Rehburg. Das Familienzimmer hatte sogar einen kleinen Nebenraum mit Einzelbett für das Kind. Im Blumenbeet äste schon der erste Dinosaurier in Lebensgröße. Thorger wedelte vor Freude mit den Armen und blieb lange wach. Am nächsten Tag besuchten wird den http://www.Dinopark.de in Münchehagen. Die über 200 lebensgroßen Dinomodelle begeisterten uns alle drei. Vorallem die echten Fußabdrücke aus der Kreidezeit.

Das Steinhuder Meer ist auf jeden Fall einen Besuch wert.