Schiff zerstört?

Heute lasse ich einmal meinen Sohn von unserem ersten Törn zu zweit erzählen. Bisher traute ich mich nicht, den furchtlosen Nichtschwimmer ohne weiteren Erwachsenen mitzunehmen. Zum Einstieg fuhren wir beide eine Runde unter Motor, sodass ich immer im Cockpit bleiben konnte und es nicht zum Segelsetzen verlassen musste. Thorger stand wie hingeklebt am Niedergang und ließ sich den Fahrtwind in das Gesicht wehen. Meistens zumindest.

Thorger erzählt von unserem Ausflug:

„Am Samstag Morgen um 6 Uhr hat die Mama endlich die Kekse mit Smarties gebacken,  worauf ich schon die ganze Woche gewartet habe. Ich habe die Smarties ausgepackt und in eine Schüssel ausgeleert. Jeden Keks dekorierte ich mit einem roten Smartie in der Mitte und vier anderen Farben im Viereck herum. Wie eine Fünf auf dem Würfel. Mama hat irgendwelche Farben genommen. Geht ja gar nicht!

Später fuhren Mama und ich zum Segelclub. Ich habe meine coole Rettungsweste angezogen. Wie Feuerwehrmann Sam.

Dann ist der Motor nicht gestartet. Ich weinte und rief: „Schiff zerstört!“  Mama hat den Motor repariert. Wir fuhren mit dem Boot über den ganzen See bis zu einer Holzkugel.

Auf der Rückfahrt mit dem Boot entdeckte ich ein  Freibad am Ufer und ich wollte sofort schwimmen gehen. Ich versuchte die engen Neoprenschuhe anzuziehen, aber es klappte nicht und ich warf mich wütend auf den Schiffsboden. Mama machte schnell das Schiff mit Seilen fest und hat mir mit den Schuhen geholfen. Meine Badehose konnte ich mir alleine anziehen.

Wir liefen an allen anderen Booten vorbei zum privaten Badestrand mit zirka fünf Metern Sandstreifen. Genug für mich und Mama. Voller Freude rannte ich in den See, versank plötzlich im Schlamm und mein Gesicht war unter Wasser. Da brüllte ich: „Hilfe!“ Und blieb lieber im flachen Wasser sitzen. Trotzdem habe ich die Taucherbrille aufgesetzt und ordentlich alle Steine im Wasser aufgeklaubt und auf einem Haufen aufgetürmt. Einen wollte ich für Papa einpacken, der im Sandstein sogar zwei versteinerte Muscheln entdeckte.

Später kam der Hund Butzi von einem Segelkameraden an den Strand. Mama warf „Stockmann“ in das Wasser, der Dackel schwamm schnell und brachte den Stock zurück zu uns.

Nachmittags musste ich auf dem Schiff meine Hose und mein T-Shirt anziehen, was mir missfiel. Bei dieser Hitze heute! Als Trost gab es ein Softeis mit Schokososse. Das war ein schöner Tag!“

 

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