Videoclips The Adventures of Tarka

Während der segelfreien Wintermonate können wir Segler uns klasse die Zeit vertreiben, indem wir Videoclips anderer Segler anschauen. Ich stelle Euch insgesamt sechs Segelkanäle vor, die Ihr kostenlos auf Youtube anschauen könnt und gleich nebenbei Euer Englisch aufpolieren könnt. Lest einfach an jedem ersten Sonntag des Monats meinen Blog.

Zwei englische, zwei deutsche und zwei amerikanische Crews stehen auf dem Programm. Wie üblich übernehme ich keinerlei Haftung für andere Websites und deren Inhalte.

Gemeinsamkeiten der Videoclips: Alle Segelboote sind bezahlbar, um die 30 Fuß groß und werden von einem Paar gesegelt. Die Routen laden zum Nachmachen ein.

Okay, eine Weltumsegelung ist nichts für jedermann, aber aktuell segeln Bryan und Noustha durch die Karibik: The Adventures of Tarka

The Adventures of Tarka

Die Crew

Bryan gibt seinen Job als Pilot auf, beginnt eine Zusammenarbeit mit „Coral Reef Alliance“ (www.coral.org) und plant, um die Welt zu segeln. Seine erste Saison bleibt er jedoch auf den Antillen hängen. Anfangs segelt er in Flotille mit einem jungen polnischen Paar, die später abreisen. Zu seinem Glück bleibt er nicht lange alleine und verliebt sich in die Holländerin Noushta, die alsbald an Bord einzieht. Noushta verdient nicht nur als Unterwasserfotografin ihr Geld, sondern auch ihr Hobby, das Kitesurfen, findet im nassen Element statt. Das Zusammenleben auf dem Boot Tarka spielt sich schnell ein. Segelpassagen machen Captain und Crew sichtlich Spaß. Bryan schreibt in seinem Blog, dass es eine Auszeit auf Zeit wird und er für jede Seemeile an Coral Reef Alliance spendet. Wenn das Geld zu Ende ist, will er wieder in seinen alten Pilotenjob zurückkehren. Ich wünsche ihm, dass er das problemlos schaffen wird.

Das Schiff

Bei ihrem Segelboot handelt es sich um eine Albin Vega 27 (8 Meter) mit dem Baujahr 1973. Sie segelte unter ihrem alten Namen „Tarka the otter“ bereits einmal um die Welt und die vorigen Jahre in der Karibik. Die kleinen schwedischen Boote haben einen Ruf als äußerst seegängige und zuverlässige Blauwasserschiffe. Zum Kaufpreis konnte ich im Video nichts finden, die Albin Vegas werden im Internet von 7.000 bis 10.000 Euro angeboten. Die Vorbesitzer haben ihr Boot gepflegt und die Segel sind neu. Ryan ersetzt das Rigg durch ein Patentrigg, das jederzeit Inspektionen zulässt. Der Spinnaker fällt beim ersten Segelversuch in den Atlantik, weil der Schäkel bricht, kann aber gerettet werden.

Das Boot heißt Tarka und wird in den „Sailing Tarka Extras“ vorgestellt.

Bemerkenswert finde ich das Setup mit drei Autopiloten: Auf längeren Passagen steuert zwar die Windfahne „Navik Windvane“, jedoch machen die elektrischen Pinnenpiloten Raymarine ST2000 und ST1000 einen erstaunlich guten Job, selbst bei hohen Seegang. Auf meinem Dänemarktörn ging der Raymarine ST1000 ab 1,50 Meter Seegang in den Ruhezustand.

Die Solarpaneele mit 240 Watt Leistung wurden nach amerikanischen Geschmack auf einem Bügel über dem Heck installiert. Verschandelt die Optik, scheint aber effizient zu funktionieren. Neuartige Technik, jedenfalls für mich neu, ist ein fest installiertes Funkgerät, das gleichzeitig AIS beinhaltet und Warntöne bei Annäherung anderer Schiffe, die AIS senden, gibt. Abschauen kann man Bryans Lessons Learned, Papierunterlagen und Bücher in wasserdichten Tüten zu verstauen. Immer Kondenswasser im alten Schiff und etwas undicht, das ganze Schiff.

Die Route

Warum den Pazifik bezwingen, wenn einem (Bryan) erst noch Seebeine wachsen müssen. Seine Entscheidung, ein Jahr in der Karibik zu bleiben, finde ich richtig. So geht es die Kleinen Antillen von Norden nach Süden von St. Martin über St. Barths, Grenada, Montserrat zu den Tobago Keys. Nach einem längeren Aufenthalt auf Bonaire kommt die Tarka in Curacao in die Werft, um einen neuen Unterwasserschiff- Anstrich zu erhalten.

Die aktuellste Folge endet in Kolumbien. Von dort sollen die San Blas Inseln und schließlich der Panama- Kanal angesteuert werden.

Die Videoclips

Insgesamt wurden 28 Episoden und drei Extras veröffentlicht. Die ersten Folgen dauern nur einige Minuten, die späteren rund 15 Minuten.

Die Aussprache der Segler ist für mich ganz gut verständlich. Vielleicht spricht Bryan deutlich, damit ihn Noushta als Ausländerin besser verstehen kann. Inzwischen habe ich herausgefunden, dass man auf Youtube im unteren rechten Bildbereich auf eine Karteikarte klicken kann. Sofort erscheinen Untertitel auf Englisch. Bei diesen Kanal werden die Wörter allerdings automatisch ergänzt. So wird Gitarrensound mit „Applause“ übersetzt und wie konnte ich lachen als aus den „Moorings at Bonaire“ die „Moorings at Vienna“ werden.

Mir gefällt am besten, dass in allen Folgen sehr viel gesegelt und kaum motort wird. Vorbildlich: Skipper und Crew tragen Rettungswesten, kleine EPIRBs am Gürtel und Lifelines.

Genauso herausragend wie der Segelschwerpunkt: Die Unterwasseraufnahmen. Schildkröten und die Korallen, für die Bryan sich ja einsetzt, werden oft und ausführlich filmisch perfekt in Szene gesetzt.

Hier geht es zum ersten Nachttörn einhand: My first overnight sail

Mit den polnischen Freunden als Flotille erreicht er die vom Vulkanausbruch im Jahre 1995 zerstörte Insel Montserrat. Er findet den richtigen Ton für das Unglück. Der Vulkan dampft vor sich hin und wird in Drohnen- Perspektive gezeigt.

Homepage

Die ausführliche Liste der Ausrüstungsgegenstände (ohne Links zum Kauf!) der Homepage dürfte all‘ jene Segler interessieren, die ein Boot um die 30 Fuß bezahlbar für die Langfahrt ausrüsten wollen. Größtenteils wurden die Marken mit angegeben, was einen Nachkauf leicht macht.

Homepage The Adventures of Tarka

Wegen Bryans Engagement für die Coral Reef Alliance findet der Leser unter „Fundraiser“ alle Informationen zu dieser Organisation.

Im Bereich „Blog“ schreibt Bryan jede Woche, was los ist und veröffentlicht passende Fotos. Das Meiste davon bekommt man in den Videos zu sehen.

Der Hinweis auf Youtube und Patreon darf natürlich nicht auf der Homepage fehlen und stört nicht weiter.

Fazit:  Eine begrenzte Zeit lang ein Leben auf einem kleinen Segelboot führen. Das möchte ich auch mal.

Viel Spaß beim Anschauen der echten Segelfilme!

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