Sparen für ein Sabbatical

Ungefähr die Hälfte aller Arbeitnehmer träumt von einem sogenannten Sabbatical, das heißt einem unbezahlten Urlaub von 3-12 Monaten.

Als bei mir in der Firma das Thema promotet wurde, entstand eine Diskussion, ob ein Sabbatical nur etwas für reiche Manager sei. Die Mehrheit war der Meinung, dass ein Sabbatical für jedermann machbar sei. Unabdingbar ist eine Planung wie bei einem Projekt: Termine/Meilensteine: Was muss ich bis wann erledigen und buchen (Flüge, Visa, Unterkunft)? Projektumfang: Was mache ich überhaupt in meiner freien Zeit? Kosten: Was kostet die Reise oder Fortbildung während des Sabbaticals und welche Ausgaben bleiben daheim bestehen (Schulden, Miete, Versicherungen)?

Am wichtigsten finde ich den Geldaspekt. Die meisten dürften eine Reise unternehmen wollen oder eine Fortbildung machen und nicht das Sabbatical im Alltag zu Hause verbringen.

Hier ein paar Vorschläge zur Finanzierung:

  • Zwei getrennte Sparbücher eröffnen. Auf dem ersten wird für das Sabbatical gespart und auf dem zweiten für alles andere wie Auto, unerwartete Reparaturen, etc.
  • Auf das Sabbatical – Sparbuch überweist man jeden Monatsanfang einen Festbetrag. Damit beginnt man am besten schon Jahre vorher. Denn aus 100 Euro x 12 Monate x 5 Jahre werden 6.000 Euro.
  • Alle Sonderzahlungen wie Urlaubsgeld, Weihnachtsgratifikation und Lohnsteuerrückzahlungen sollten auf dasselbe Konto fließen.
  • Als letzten Schritt könnt Ihr Euer Auto verkaufen und den Betrag für das Sabbatical verwenden oder besser auf das Sparbuch Nr. 2 einzahlen. Damit könnt Ihr bei der Rückkehr einen Gebrauchtwagen kaufen.
  • Vielleicht wollt Ihr Eure Wohnung untervermieten. Weniger Ärger habt Ihr sicher, wenn Ihr die Wohnung leer stehen lasst oder komplett kündigt und Eure Sachen bei einer Spedition und/ oder Freunden einlagert.
  • Vor dem Sabbatical könntet Ihr einen 450 Euro- Job am Wochenende oder Abend annehmen und dieses Extragehalt als Sabbaticalbudget ansparen. Ihr müsst darüber Euren Arbeitgeber informieren. Oder gibt es bezahlte Überstunden und Ihr habt eh‘ zu viel Arbeit? Freiberufliche Tätigkeiten wären bis 900 Euro im Jahr angeblich steuerfrei, können aber viel Organisation erfordern (Gewerbeschein, was weiß ich…).

Also, geht Euren persönlichen ersten Schritt zum Sabbatical. Fangt gleich heute an!

 

 

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