14. Reisetag: Sightseeing auf Lanzarote

Joggi, Nati und ich teilten ein Mietauto für die kurze Tour über Lanzarote. Antje und Ulf nahmen ein eigenes Auto und wollten die komplette Insel an einem Tag anschauen.

Meine Sightseeing – Tour folgte mal wieder dem Motto: „Mist, total verfahren ! Schauen wir eben etwas anderes an.“

Morgens sollte ich einen teuren Opel Mokka für 45 Euro mieten. Als ich eine Stunde später an der Mietwagenstation buchen wollte, konnte ich einen Seat Ibiza für günstige 33 Euro buchen. Ich müsse nur 10 Minuten warten. Na, für 12 Euro warte ich gerne 10 Minuten. Entspricht einem Stundenlohn von 72 Euro. Derweilen kaufte ich im Supermercado Mitbringsel für Jens und Thorger.

Joggi übernahm die „Kartenarbeit“ und ich das Steuerrad (des Autos). Den Weg zur Villa des Künstlers Cesar Manrique fanden wir auf Anhieb. Absolut sehenswert, wie er das Vulkanfeld in sein Haus integriert hat und die stilvollen Zimmer in „Höhlen“. Die Fenster im Erdgeschoss bilden quasi die Rahmen für die wüste Mondlandschaft aus schwarzer Lava. Über moderne Kunst lässt sich bekanntlich streiten. Die zwei Windspiele gefielen mir sehr gut und auch die Skulpturen. Die Bilder mit ein paar Farbklecksen würde Thorger in fünf Minuten auf die Leinwand bringen.

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Die Fahrt durch die sanften, braunen Vulkanberge erinnerte uns an alte Westernfilme und wir rechneten damit, jederzeit Indianer zu sehen.

In Tahiche wollten wir zu Mittag essen. Ich nahm die falsche Abzweigung und landete auf einer autobahnähnlichen Straße ohne Wendemöglichkeit. Auf dem Schild las ich, dass in 17 Kilometern die „Jameos del Agua“ kämen. Planänderung. Dort werden wir einkehren und ein weiteres Highlight von Cesar Manrique besuchen. Entspannte Atmosphäre in der ersten Höhle in der Bar.

Wie gewohnt suchte jeder eine Tapa aus und die Tapas wurden geteilt: Räucherkäse mit Tomatenmarmelade, Salzkartoffeln mit Mojo- Soßen, Hühnchensalat mit Tomate und Äpfeln. Vergleichsweise teuer, doch der Ort war das Geld wert. Antje und Ulf liefen uns über den Weg, hatten aber keine Zeit zur Einkehr.

Von der Toilette blickte man auf den Atlantiktunnel, wo der Vulkantunnel im Ozean endet.

In der Höhle mit Sickerwasser leben Albino- Krebse, eine endemische Art. Wie aus einem Horrorfilm.

Der Pool mit hundertjähriger Palme passte meiner Meinung nicht in die Vulkanschlucht. Ist dem Cesar wohl nix neues eingefallen ?

Ganz zauberhaft die Höhle für Konzerte mit kreativer Spiegelwand und Spiegelpfosten. Und einen weiteren sehenswerten Mobile an der Decke.

Das Vulkanmuseum entschuldigte sich schon im voraus für die Umbauarbeiten. Auf einer Karte leuchteten die Unterwasser- Vulkane auf. Verschiedene Gesteinsproben lagen auf dem Fensterbrett herum. Ja, ein Museum auf dem Stand der 1960er Jahre, mit fast nostalgischen Charme und sehr wenig Informationen. Die Architektur mit Säulen aus Vulkangestein im Garten und Ziersteinen im Mauerwerk ist sehenswert.

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Zurück an Bord versuchte ich, den kompletten Inhalt meiner Kabine in die Reisetasche zu stopfen. Was mir beim zweiten Anlauf gelang. Mit Gummistiefeln und Ölzeug ist die Tasche zur Hälfte belegt.

Mit dem Mietwagen brachte ich Mora zur Tankstelle, an der sie die leere Gasflasche auffüllte. Sie war schneller mit der gefüllten Flasche zurück als ich ein Magnum- Double- Chocolate- Eis essen konnte.

Abends kehrten wir zu sechst in das Restaurant „La Tomate“ an der Hafenpromenade ein. Susan hatte einen billigen Flug erwischt und war kurzfristig abgereist. Mora gab uns zur Feier des gelungenen Törns eine Flasche Weisswein aus Lanzarote aus. Namens „Yaiza“. Sehr lecker. Ich ging kein Risiko ein und bestellte Seezunge vom Grill. Joggi war da mutiger und probierte Ziege vom Grill.

Ulf hatte auf seine Kosten Campari, Orangensaft und Ananassaft (Versehen) organisiert und der Kellnerin eine Tüte voll Eiswürfel abgeschwatzt. So klang der Abend bis zum nächsten Morgen im Cockpit feucht- fröhlich aus.

Am nächsten Morgen standen trotzdem ALLE Punkt sieben Uhr auf, um sich von mir am Steg zu verabschieden. Denn mein Flieger ging um 10 Uhr.

Da wurde ich doch etwas wehmütig und schloss zum Abschied meinen BESTEN MITSEGLER ALLER TÖRNS in die Arme.

Macht es gut !

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