7.-12. Reisetag: Das Diskussionsschiff überquert den Atlantik- Teil 3: Tiersichtungen unterwegs und Seekrankheit

Antje witzelte, dass sie unter „Extras“ Delfine und Wale gebucht hatte und sich bei Barfuss- Segelreisen beschweren werde, wenn sie keine Tiere zu sehen bekommt.

Auf hoher See schaute ich Basstölpeln und Skuas zu. Mit vollendeter Eleganz gleiten sei knapp über der Wasseroberfläche der Wellen und suchen Beute.

Zwei Delfine mit weißen Bäuchen umkreisten einmal das Schiff und tauchten unter der Bugwelle davon.

In Landnähe (160 Seemeilen bis Marroko) flog eine braune Libelle an Bord, ein orangefarbiger Schmetterling und zwei Motten. Seltsame Tiersichtungen.

Ein Paar „Rotkehlchen“ saß erst an Deck oder auf dem Relingsdraht. Nachts schliefen sie unter dem Dinghi. Leider überlebte einer der beiden die Nacht nicht und erhielt eine Seebestattung im hohen Bogen. Sein Partner blieb an der Stelle bei ihm zurück und verließ das Boot.

Morgens lag ein toter Kalmar an Deck. Da konnten wir prima eine Stunde oder länger  rätseln, wie er dort hinkam. Können sie springen ? Hat ihn eine Welle an Bord gespült ?….

Höhepunkt der Safari: Eine Schule von Delfinen, zirka 5-7 Tiere, nähern sich im kitschigen Sonnenuntergang der Habib, als die Beach Boys aus dem Lautsprecher plärren. Ständig tauchen die Rückenflossen im Abendlicht auf. Zum Abschied springt einer aus dem Wasser, was manch‘ einen zum Applaudieren animiert und wir Frauen stoßen Begeisterungsrufe aus. Ich schaue lieber zu statt zu fotografieren und genieße den Augenblick.

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Anderes, unschönes Thema: Die Seekrankheit. Trotz der Seekrankheitspflaster hinter dem Ohr erwischte mich drei Tage lang die Übelkeit. Mehrmals fütterte ich die Fische. Das ist die Erklärung, warum wir immer Fische fingen, wenn ich mich an Deck aufhielt. Haha. Dann gibt es nämlich Fischfutter. Im Liegen mit geschlossenen Augen fühlte ich mich sofort besser. So war mit mir außer Wache gehen an den ersten drei Tagen nicht viel anzufangen. Mora nahm mir sogar eine Stunde der Nachtwache ab, weil ich vor Erschöpfung schlief statt zu steuern. Alle anderen Wachen habe ich tapfer übernommen und dafür die unsichtbare Tapferkeitsmedaille von Antje verliehen bekommen.

Das Dreamteam auf Wache:

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Die gute Nachricht ist, dass ich nach drei Tagen geheilt war und mich aktiv am Bordleben beteiligen konnte. Selbst Abspülen bei Seegang bereitete mir keine Probleme. Die große Atlantiküberquerung in die Karibik ist jedenfalls gestorben. Oder auch nicht, denn prozentual gesehen wäre ich nur kurz seekrank 😉. Mora hat die Theorie, dass ich als verantwortliche Skipperin keine Zeit für Seekrankheit hätte. Siehe Dänemarktörn, auf dem ich nie seekrank wurde. Oder Autofahren als Beifahrer (mir wird schlecht) oder als Fahrer (nicht seekrank).

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