Herbststurm

Ich hasse diesen Sturm. Ich hasse diesen Böen mit sieben Beaufort. Ich hasse dieses Tiefdruckgebiet Andreas.

Der Südwind bläst mir den Regen genau in die Kajüte. Der Regen läuft in Rinnsalen über das Schott auf den Niedergang (Treppe). Durch die Vorschiffsluke tröpfelt es auf Schlafsack und Matratze. Ich wische den ganzen Tag wie irre den Regen im Schiff auf und verlege mein Nachtlager in die trockene Salonkoje. Der putzige Heizlüfter- mit toller Kippfunktion: er schaltet sich aus wenn er kippelt- und mit seinen 20×30 cm läuft den kompletten Tag auf höchster Stufe 6. Dennoch sind Kissen und Schlafsack klamm und die Polster trocknen seeeeeeehr langsam.

Dazu kommt der infernalische Lärm. Der Spi-Baum dröhnt als ob eine ganze Armee von Orks mit ihren blechernen Trommeln anrückt. Die Wellen toben wie das brausende Wellenbad im Regensburger Westbad bei voller Leistung.

Ich flüchte in den Ort Marstal. Die Gebühr für Skipper Jan kann ich in Euro – Scheinen vom Automaten mit der Visa- Card abheben. Die freundliche Schalterdame kommt sogar in Bluse heraus in den Nieselregen und zeigt mir, wie das am Automat funktioniert. Wieder unglaublich hilfsbereit, die Dänen. Im Supermarkt kaufe ich fertig belegte Sandwiches mit Speck und hartgekochten Eiern ein. Proviant für die morgige Überfahrt. Hoffentlich ist Jan nicht Veganer…..Zimtknäckebrot, zwei Äpfel und eine Dose vegetarisches Chili sind meine Reste im Schapp.

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